Angepinnt Carhifi - FAQ

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    • Carhifi - FAQ

      In letzter Zeit kommt es ja wieder häufig zu Einsteigerfragen zum Thema Carhifi.
      Auch wenns hier von Arek schon ne FAQ gibt ([6K] CarHiFi Anleitung) wollt ich meinen Senf auch nochmal dazu geben :D
      Ich hab vor einiger Zeit mal für ein anderes Forum ne Anleitung geschrieben und werde diese hier in leicht abgewandelter Form verwenden.
      Grundsätzlich steht diese Anleitung unter CC-Content, das heißt es ist erlaubt diese Anleitung unter Namensnennung nicht-kommerziell zu kopieren - auf die Namensnennung bestehe ich allerdings.

      Sollte ich einmal zu sehr in Fachchinesisch abgedriftet sein bitte ich das zu entschulidgen - ich beschäftige mich halt schon länger mit der Materie und bin es gewohnt mich dort auf nem gewissen Grundniveau zu unterhalten.
      Sollten einzelne Begriffe unklar sein => Google oder PN
      Sollten ganze Passagen nicht verständlich sein => PN, dann ändere ich das entsprechend oder erläutere das noch weiter.

      Diese Anleitung beschäftigt sich mit:
      1) Aufbau und Einbau der Anlage
      2) Dämmung
      3) Aufrüsten von Serienanlagen
      4) Einstellen
      5) Störungssuche
      (Tipp: um gezielt nach einem Thema zu suchen drückt STRG+F und schon erhaltet ihr die Suchfunktion eures Browsers)

      Aufbau und Einbau

      Nun steht das schöne Auto da, die Felgen sind drauf, die Ölwanne kommt dem Boden schon bedenklich nahe - aber irgendwas fehlt.
      Der gute Sound!

      Also was tun? Klar, ab zum nächsten Großmarkt, "beraten" lassen, für ca. 400€ n Radio, ne Bassrolle, n Coax und ne 4-Kanal rausgeschleppt und los gehts.
      STOPP!

      Die meisten "Fachmärkte" vertreiben etwa das was bei erfahrenen Anwendern als Bodensatz verschrien ist - und das nicht zu unrecht.
      Ich will ehrlich sein, mein erster Anlagenkauf lief genau so ab, vor ca. 7 Jahren - doch mit dem neuen Auto entdeckte ich einen Händler hier vor Ort, der mein Interesse weckte, habe mich eingelesen und nehme mittlerweile an SoundQuality Wettbewerben teil.
      So läuft das halt! Wer Billig kauft - kauft 2 mal!
      (gegen GÜNSTIG ist aber nix einzuwenden ;) )

      Der erste Schritt lautet daher: GUTEN Händler suchen und Probehören!
      Wer noch nie eine "Referenzanlage" gehört hat, hat es meist schwer gut von schlecht zu unterscheiden.
      Wer diesbezüglich mehr hören möchte sollte sich einmal auf Events umschauen.
      Als beispiele seinen hier die Events von der AYA (AYA-Sound.org), der EMMA (emmanet.de) oder der EASCA (easca.de) genannt.
      Natürlich könnt ihr auch mich auf der Page ansprechen, mein Auto steht immer für Hörungen offen!
      Am besten habt ihr eine euch bekannte CD dabei, die in möglichst guter Qualität sein sollte.

      Nun gehts zum Einkauf: - am besten natürlich bei dem o.g. Händler - aber auch das Internet kann eine Alternative sein.
      Die Preisvorteile des Internets gegenüber des Händlers sind meist minimal - und spätestens ab dem 3. Einkauf i.d.R. nicht mehr vorhanden, da Händler "Stammkunden" großzügige Rabatte einräumen.
      Zudem hat man beim Händler immer die Möglichkeit mal vorbeizuschauen, wenn Probleme oder Fragen auftreten.

      Steckt euch vorher ab was ihr wirklich braucht:
      MP3-CD-Radio oder doch DVD mit Monitor? Laufzeitkorrektur? Equalizer?
      Bei neuwagen kann zudem interessant sein, ob ihr Canbus-Adapter braucht oder sich ein Radio wirklich so leicht einbauen lässt.
      Rearfill wirklich nötig?
      Welches Budget habt ihr zur Verfügung?

      Eine Standart-Anlage besteht aus folgenden Komponenten:
      "Radio" bzw die Headunit, kurz HU.
      Die modernen HUs sind sehr vielfältig geworden, neben der CD (die manche schon nicht mehr spielen) halten auch USB-Sticks, Festplatten und SD-Karten sowie der Eierpott einzug ins Auto.
      Das Radio solltet ihr beim Händler mal testen können, ob euch die Bedienung zusagt - und die passenden Anschlüsse dran sind.
      Für eine Anlage mit Verstärkern sollten es minimum 2 Paar Cinchausgänge sein, besser wären 3.
      Laufzeitkorrektur und Equalizer wären super - sind aber kein "muss".

      Verstärker:
      Bei günstigen Anlagen tut hier meist ein 4-Kanal-Verstärker seinen Dienst, bei höherwertigen wirds dann mehr (meist 4 Kanäle für das Frontsystem und 1 oder 2 Kanäle für den/die Subwoofer oder "Full Mono" - dort bekommt dann jeder Lautsprecher einen eigenen Verstärker.).
      Ein Verstärker hat optimalerweise mindestens 4x50W RMS! Besser sind 4x75.
      Wichtig ist: der Verstärker sollte in der Regel 10% mehr Leistung BRINGEN als die Lautsprecher VERTRAGEN.
      d.h. Vertägt das Frontsystem 50W sollte der Verstärker min. 55 haben.
      Ist dem nicht so, könnte der Verstärker Clippen, d.h. das eigentlich runde Musiksignal wird verzerrt, es entsteht ein Gleichstrom, der schädigend ist für die Lautsprecherspulen.
      Es sterben mehr Lautsprecher an zu wenig Leistung als an zu viel!
      Ihr solltet immer auf die RMS-Werte achten, nicht auf irgendwelche Maximal-Werte, diese sind Schamlos übertrieben.
      Eine einfache Art die Leistung eines Verstärkers abzuschätzen ist sich die Absicherung anzusehen.
      die Formel lautet: Leistung = Spannung mal Strom (P=U*I)
      Wenn euer Verstärker nur mit 10A abgesichert ist beträgt seine Leistung also 12Vx10A = 120W.
      Wovon dann noch Abwärme abzurechnen wäre... gute Verstärker haben 70-80% wirkungsgrad.
      also realistisch irgendwas um 100W (geteilt durch Kanalzahl...)

      Lautsprecher

      Es gibt grundsätzlich 2 Bauformen von Mehrwege-Lautsprechern:
      Coax und Compo.
      Coax ist das was man häufig in Hutablagen findet.
      Hier ist ein Hochtöner oder ein Mittel und ein Hochtöner in der Mitte des Tieftöners angebracht.

      Compo-Systeme weisen 3 Bauteile auf:
      Hochtöner
      Tiefmitteltöner
      Frequenzweiche

      Die Namen der Lautsprecher beschreiben ihre Funktion:
      Der Hochtöner soll hohe Töne spielen, der Tiefmitteltöner Tiefen und den Mittelton (sowie den "Kickbassbereich").
      Die Weiche kann man sich vorstellen wie eine Weiche bei der Bahn:
      Sie leitet das Signal, das vom Verstärker/Radio kommt zu den Lautsprechern weiter und verteilt dabei die "richtigen" Frequenzen.

      Von den Hutablagen-Lautsprechern rate ich grundsätzlich ab.
      Es gibt einige die Rearfill möchten bzw brauchen (wenn zum beispiel häufig jemand hinten sitzt), aber die brauchen imho keine dicken 3-Wege lautsprecher hinten.

      Es ist ganz einfach: KLANG kommt von Vorne.
      50cent fürs Phrasenschwein, aber wer von euch stellt sich auf nem Konzert mit dem Rücken zur Bühne?
      Das heißt einfach: vorne kommt die Leistung drauf - und die besseren Lautsprecher rein.

      Manche Spezis schrauben auch Coax-Lautsprecher in die Türen.
      Kann praktisch sein, wenn man drauf steht, dass die erotische Stimme der Sängerin vor einem "kniet"... in meinen augen sollte sie sich dann aber anders beschäftigen ;)

      Das menschliche Ohr ist darauf ausgelegt hohe Töne zu Orten - daher packt man den Bass auch in den Kofferraum.
      Hochtöner sollten also möglichst auf Kopfhöhe angebracht werden.
      Ist das nicht möglich tuts das Spiegeldreieck, das Armaturenbrett oder ein tieferer Punkt an der A-Säule auch.

      Der Tiefmitteltöner sollte möglichst mit dem Türblech (nicht der Türpappe) verbunden werden, und zwar so, dass er dicht ins Türvolumen spielt - sonst kommt es zu einem akustischen Kurzschluss.


      Subwoofer:
      Der Subwoofer spezialisiert sich auf die tiefen Frequenzen.
      Dafür ist einfach mehr Membranfläche und mehr Leistung erforderlich.
      Woofer gibt es in diversen Größen: 8" 10" 12" 15" 18" oder noch größer...
      Je kleiner der Woofer, desto weniger Volumen braucht er meist, je größer er ist desto leichter fällt es ihm "tief" zu spielen.
      Sonst lassen sich pauschal keine Aussagen über Schnelligkeit / Genauigkeit sagen... es kursiert das Gerücht das kleine Woofer schneller spielen oder große Woofer wabbeliger - das ist Pauschal so aber nicht zu sagen.
      Ein bekannter Händler schrieb mal:

      Fortissimo schrieb:


      Schalldruck = Hubraum (Membranfläche x Hub)

      Je kleiner die Membran desto mehr Hub muss der Woofer machen desto träger der Sub.
      Je größer die Membran desto schwerer ist sie desto träger der Sub.
      Je kleiner die Membran desto leichter die Membran desto schneller der Sub.
      Je größer die Membran umso weniger Hub muss die Membran machen desto schneller Sub.


      Man unterscheidet zwischen 4 im Carhifi genutzten Bauformen:
      1. Geschlossenes Gehäuse
      Das einfachste Gehäuse, eine einfache Kiste mit nem Loch wo der Woofer reinkommt – könnte man meinen.
      Stimmt (fast).
      Die Kiste sollte wirklich GESCHLOSSEN sein. D.h. Dicht. Und das Volumen muss auf den Woofer passen.

      Vorteile: ziemlich linearer Frequenzgang, einfach zu bauen, kleinstes Volumen

      2. Bassreflexgehäuse
      Eine Kiste in die ein Rohr eingesetzt ist.
      Bis auf dieses Rohr sollte auch diese Kiste dicht sein, über die Rohrlänge kann die Kiste „getunt“ also aufs Auto angepasst werden.

      Vorteile: Mehr Wirkungsgrad
      Nachteile: Größer, komplizierter zu bauen, komplizierter abzustimmen

      3. Bandpassgehäuse
      Eine Kombination aus entweder einem geschlossenem und einem Bassreflex-Gehäuse oder 2 Bassreflexgehäusen.

      Vorteile: Sehr großer Wirkungsgrad
      Nachteile: Gruppenlaufzeit weicht ab (Woofer spielt „verzögert), kompliziert zu bauen, riesige Gehäuse, nur definierter Frequenzbereich.

      4. Die Bassrolle.
      Bitte Finger weg, die Dinger werden aus Presspappe gefertigt und KLINGEN einfach nicht, dröhnen nur.


      Welches ist das richtige Gehäuse für mich?
      Das hängt immer vom Woofer ab, zur Gehäuseberechnung kann ich folgenden Link empfehlen:
      Link zur Anleitung im Epicenterforum

      Kabel:
      Gerne unterschätzt bei der Berechnung.
      Ihr benötigt ein Kabelset und Lautsprecherkabel.
      Wichtig:
      Es werden z.Z. leider vermehrt Kabel angeboten die aus CCA-Kupfer sind.
      Diese sind günstiger als die „normalen“ – haben aber einen bedeutend höheren Eigenwiderstand und sollten daher imho vermieden werden.
      Achtet also auf OFC-Qualität!

      Die Dimensionierung des Stromkabels:
      NoIasca
      Um Luft nach „oben“ zu haben würde ich immer etwas dicker verlegen… d.h. wird 16er vorgeschlagen nehmt 25er, dann könnt ihr aufrüsten ohne gleich neues kabel verlegen zu müssen.
      Ihr solltet auch bedenken, dass eure Endstufe selten am Limit arbeiten wird.
      Meine 3 Endstufen (insg. Über 200A Absicherung) haben laut Messung bei voller Lautstärke ca. 60A über die Ladeleitung gezogen (hab allerdings auch ne Zusatzbatt drin).

      Lautsprecherkabel sollten min. 1,5mm² haben, beim TMT dürfens auch gerne 2,5mm² sein.
      Subwoofer sollten 4 oder 6mm² kriegen.

      So ein 35mm² Kabelset kostet ca. 50€, 20mm² liegt um 35€ rum, kleiner würde ich nicht verlegen.
      Achso: Euer Kabelset sollte eine ANL-Sicherung mit passendem Halter haben.
      AGU-Glassicherungen haben einen hohen Eigenwiderstand und die unangenehme Eigenschaft zu brechen und für Wackelkontakte zu sorgen.

      Einbaumaterial
      Ebenfalls gerne unterschätzt, hier mal ein paar dinge die es sein könnten:

      • Holz fürs Gehäuse
      • Kondensatoren
      • Einbauringe für eure Lautsprecher
      • Radioblende
      • Prozessor
      • Montagekleber
      • Kabelschuhe
      • Dämmmaterial


      Kurzes Wort zum Kondensator:
      Der Kondensator ist ein Ladungsspeicher, d.h. er Speichert den Strom in „Reinform“.
      Während in einer Batterie die Energie chemisch gespeichert ist und umgewandelt werden muss steht sie beim Kondensator direkt bereit.
      Damit lassen sich Spannungsspitzen bzw Einbrüche glätten.
      Der Kondensator ist KEINE 2. Batterie, d.h. er ermöglicht es euch nicht im Stand länger Musik zu hören und er ist beim ersten Bassschlag leer und muss dann geladen werden => ein zusätzlicher Verbraucher.

      Einbautipps:
      Nun wurde fleißig gekauft – es kann losgehen.

      Zunächst einmal ziehen wir das Stromkabel von der Batterie in den Kofferraum.
      Hierbei bitte beachten: maximal 30cm nach der Batterie MUSS eine Sicherung eingebaut werden – dies schreiben die Versicherungen vor!
      Baut den Sicherungshalter schon mal an – lasst aber die Sicherung raus, diese kommt erst ganz zum Schluss rein.
      Solltet ihr nicht die Möglichkeit haben Kabelschuhe in dieser Größenordnung vernünftig zu pressen schaut am besten kurz damit beim örtlichen Elektriker vorbei… ist immer besser als irgendwelche gepfuschten Kabelschuhe die meistens eh nicht richtig halten.

      Sucht euch einen Stopfen der in den Innenraum führt, schneidet ihn an, führt das Kabel durch und dichtet ihn danach mit Montagekleber oder Dichtmasse ab

      Durch den Schweller geht’s nach hinten weiter, sucht euch einen Scheuerfreien weg.
      Das Massekabel könnt ihr meist am besten am Gurtschloss befestigen, dort ist das Blech dick und bietet genügen Kontaktfläche.
      Mit einem groben Schmiergelpapier wird das Blech von Lack befreit… wenn ihr euch wegen Rost sorgen macht sprüht nachher etwas WD-40 drüber wenn der Kabelschuh drauf ist.
      Vergesst nicht auch die Masseverbindung an der Batterie auf diesem Wege zu verstärken, zudem kann es bei manchen Fahrzeugen sinnvoll sein die Ladeleitung vom Generator zur Batterie ebenfalls zu verstärken.

      Lautsprecherkabel und Cinchkabel werden grundsätzlich auf der anderen Seite des Fahrzeuges verlegt, bzw bei manchen Fahrzeugen ist es besser das Cinchkabel am Mitteltunnel entlang zu führen (Störungen).
      Macht euch dort am besten nach Erfahrungen in einem Marken/Modellspezifischen Forum schlau.

      Befestigung der Endstufe(n):
      Die Verstärker sollten NIEMALS einfach ins Blech geschraubt werden.
      Sie können sich dann über das Gehäuse und die Verschraubung Nebenmasse ziehen, was zu Störgeräuschen führt.
      Also ab auf ein Brett und dieses dann festschrauben oder Kleben.

      Achtet darauf wo ihr bohrt / schraubt.
      Ihr wäret nicht die ersten die in den Tank oder ein unterm Wagen befindliches Kabel oder Reserverad bohren.

      Befestigung der Lautsprecher in der Tür:

      Wie Eingangs bereits erwähnt, sollten die Tiefmitteltöner FEST mit dem Türvolumen verbunden werden.
      Dafür gibt es häufig Fahrzeugspezifische Einbauringe aus Kunststoff.
      Diese sind aber leider nur mangelhaft dazu geeignet… also ist nacharbeiten angesagt.
      Entweder man baut sich eigene Ringe aus MDF (unbedingt lackieren) oder Multiplex oder verwendet diese Kunststoffringe und bearbeitet sie.
      Dazu werden sie mit Dichtmasse angeklebt, dann verschraubt und zu guter letzt mit GFK oder ALU-Spachtel an die Tür angespachtelt.
      Der Spachtel dämpft die Schwingungen und sorgt somit für optimale Verhältnisse.

      Die Hochtöner
      Die Ausrichtung der Hochtöner ist entscheidend, daher solltet ihr, nachdem Radio, Verstärker und TMTs drin sind die HTs einmal fliegend verdrahten, mit Knete befestigen und diverse Winkel und Positionen durchprobieren, bis der Klang euch am besten gefällt.
      Erfahrungsgemäß klingt je nach HT eine direkte Ausrichtung (rechts auf rechte Ohr, links aufs linke) oder eine mittige Ausrichtung (beide HTs zeigen auf einen Punkt am Fahrzeugdach, etwas hinterm Fahrer) am besten.
      Fahrt ruhig ein paar Tage mit dieser Einstellung rum, ob sie euch WIRKLICH gefällt.

      Die meisten HTs kommen mit Einbauringen. Habt ihr EURE Position gefunden klebt diesen Ring mit etwas Heißkleber fest.
      Nun formt ihr euch aus Pappestücken die Verbindung zwischen A-Säule bzw Spiegeldreieck und dann streicht ihr mit GFK-Spachtel darüber.
      Zum glätten des Spachtels benutzt einen mit Verdünnung getränkten Pinsel, das spart viel Schleifarbeit.
      WARNUNG: Beiträge dieses Benutzers können Spuren von Ironie, Sarkasmus, Uran, purer Boshaftigkeit, Fachwissen und Erdnüssen enthalten!

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      KW Var.1 - BRC LPG - CarHifi

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    • Dämmung

      Grundsätzlich gilt bei einer Carhifi-Anlage:
      Was nach draußen dringt fehlt innen

      Dragger kippen sich nicht umsonst stellenweise Beton ins Auto... da gehts um jedes zehntel Dezibel ;)
      Aber auch bei einer Sound-Quality Anlage ist das Dämmen von entscheidender Bedeutung.
      Es geht darum, Störgeräusche möglichst draußen zu halten, die Leistung der Lautsprecher möglichst auf den Innenraum zu konzenztrieren und den Lautsprechern ein stabiles Gehäuse zu liefern.

      Man unterscheidet bei dem was im allgemeinen als "dämmen" beschrieben wird zwischen 3 Bereichen:

      Luftschalldämmung / Schallisolation
      Soll verhindern, dass Schall nach außen tritt.
      Man verwendet hier meist reflektierende Produkte, um den Schall im Innenraum zu unterstützen.

      Luftschalldämpfung / Schallabsorbation
      Ist das, was meist in Häusern zu finden ist, aber auch in Türen eingesetzt wird.
      Schall wird durch Reibung an Faserigen Stoffen (Glaswolle z.b.) in Wärme umgewandelt und somit "geschluckt"

      Körperschalldämpfung / Entdröhnung
      Wenn Bleche schwingen erzeugen sie Luftschall, dieser kann den gewollten Schall beeinflussen oder es kann zu Störgeräuschen kommen.
      Dies bedämpft man durch Verstrebungen oder Verstärkungen des Bleches.

      Grundsätzlich sollte die Dämmung alle 3 Aspekte abdecken.
      Eine 100%ige Dämmung ist nie möglich, da man die Scheiben schlecht dämmen kann und die Schichtdicke sowie das Gewicht der Dämmung von der Frequenz abhängig ist.

      Verwendete Materialien und Hinweise zur Benutzung

      Alustreben zum Verstreben der Tür.
      Alustreben sind eine günstige und effektive aber recht gefährliche Variante das Türblech ruhigzustellen.
      Es wird mit einer dicken Schicht Karosseriekleber auf das Blech geklebt.
      Nachteile:
      - Ist der Kleber zu dünn können sich durch das ungleiche Ausdehnungsverhalten des Türbleches und der Strebe bei Wärme Dellen bilden.
      !!! - Verhalten beim Seitenunfall ist nicht abzusehen !!!

      Aluminiumbutyl
      Alubutyl oder kurz ALB besteht aus einer dicken Butylschicht und einer dünnen Aluminiumfolie.
      Je nach Hersteller unterscheiden sich die Komponentendicken und somit der "Zweck":
      dünnes Butyl, dickes Alu: Viel Körperschalldämpfung, wenig Luftschalldämpfung
      Dickes Butyl, dünnes Alu: Viel Luftschalldämpfung, wenig Körperschalldämpfung

      Nachteil: recht teuer

      Bitumen
      Ich empfehle hier ausschließlich die Verwendung von KFZ-Bitumen, keine Bitumenbahnen für Dächer oder dergleichen, diese Gasen auch lange nach dem verarbeiten im Sommer aus.
      d.h. es Stinkt.

      Viel Luftschalldämpfung, sehr wenig Körperschalldämpfung

      Nachteil: sehr schwer

      Schaumstoffe
      Diverse Schaumstoffarten oder Stoffpolsterarten dienen ausschließlich der Luftschalldämmung.
      Diese sind in unterschiedlichen Stärken sowie mit unterschiedlichen Eigenschaften (wasserfest z.b.) erhältlich.

      Wichtig zur Verarbeitung:
      • Die Untergründe müssen Staub und Fettfrei sein.
      • Hohlraumversiegelung entfernen.
      • Größere Öffnungen in der Tür am besten mit Lochband oder sowas versteifen und dann mit ALB bekleben
      • Die Nässefolie der Tür kann so auch mit ALB ersetzt werden, sämtliche Öffnungen verschließen.
      • Dünne Schaumstoffe eignen sich hervorragend dazu Verkleidungsteile zu entrappeln.
      • Kennzeichen kann man am besten mit Dichtband (Fensterbau) oder Gummimatten stilllegen.
      • Das Dichtband ist auch super dazu geeignet Subwoofergehäuse oder Lautsprecher abzudichten.
      • ALB nur mit Handschuhen verarbeiten, die Schnittflächen des Alus sind scharfkantig!
      • Zum andrücken am besten spezielle Andrückroller verwenden, keine Perforierten, denn jeder Knick nimmt dem Alu die Stabilität.
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    • Aufrüsten von Serienanlagen

      Wer keine ganze "Anlage" möchte sondern nur das Seriensystem aufstocken will sollte sich im vorherein über seine Ziele im Klaren sein.

      "mehr Bass"
      ist ohne zusätzlichen Subwoofer (und damit verbunden einem Verstärker) nicht möglich.
      Bass braucht schlicht und ergreifend Membranfläche und Leistung.
      Für "normale" Anforderungen tut es meist aber ein kleiner Aktivsubwoofer unterm Sitz oder im Kofferraum.

      "mehr Möglichkeiten"
      Das Werksradio bietet keinen Adapter für Eierpott, MP3 Player und co?
      Dann ists Zeit die HU zu wechseln.
      Vorher schlau machen was für Adapter benötigt werden...
      Radioblenden? Canbus? Lenkradfernbedienung?

      "Mehr Leistung" bekommt ihr durch ein neues Radio aber nicht, die Radiointernen Endstufen sind durch die Bank weg zu schwach um wirklich was zu leisten.

      Die meisten "älteren" Fahrzeuge haben nen Iso-Stecker, dort kochen aber trotzdem einige Hersteller ihr eigenes Süppchen.
      Bei VAG und Opel Modellen ist meist Zündungsplus und Dauerplus vertauscht, das macht sich dadurch bemerkbar, dass das Radio keine Einstellungen speichert, Radiosender etc werden nach jedem drehen des Zündschlüssels auf 0-Stellung gesetzt.
      Bitte vor dem Anschluss prüfen! Sonst kann es sein, dass der Zündschalter durchschmort, da er mit zu viel Strom belastet wird.

      Die korrekte Belegung findet ihr hier:
      http://www.tobias-albert.de/ta_autohifi/iso_connector/iso_connector.html
      Nach dieser Belegung könnt ihr euch auch richten, wenn ein Vorbesitzer schon am Kabelbaum rumgepfuscht hat.

      Zudem haben VW und co die unangenehme "Eigenschaft" den Remote-Ausgang mit Dauerplus zu belegen.
      Unbedingt messen und ggf unterbrechen!
      Sonst kann das neue Radio ganz schnell hinüber sein.

      Das gleiche gilt für etwaig vorhandene Diagnoseleitungen (oftmals klemme 3).
      Euer neu erworbenes Radio kann die Boardelektronik ganz schön durcheinanderbringen wenn ihr die Diagnose nicht kappt.
      Kenn da Fälle wo der Motor in den Notlauf ging, ein neuer Turbo verordnet wurde und es im endeffekt das Radio war ;)

      Alternativ gibt es für diverse Serienradios Erweiterungen, die über die Wechslersteuerung arbeiten und die Möglichkeit geben USB, SD und Eierpott anzuschließen.

      "besserer Klang"
      Oftmals wird pauschal zu anderen Lautsprechern geraten... was in meinen Augen nicht ganz richtig ist.
      Neue Lautsprecher am Originalradio verschlimmbessern die Situation oftmals.
      Die originalen Lautsprecher sind (zumindest bei neueren Modellen) "nicht schlecht" - das Problem ist nur, dass sie mit 3 Dingen zu kämpfen haben:
      • ungedämmte und undichte Türen
      • unzureichende Leistung
      • uneingeschränkter Frequenzbereich


      Denke die Punkte 1 und 2 sind klar...
      Punkt 3 ist recht einfach zu verstehen:
      Das Radio ballert sämtliche Frequenzen ab 20hz auf den Lautsprecher, dieser hat aber einen effektiven Nutzbereich, der erst bei ca. 60hz beginnt.
      Der Lautsprecher macht also nun für die "Bässe" (die er garnicht wiedergeben kann) unglaublich viel Hub, er beginnt also bei geringer Lautstärke bereits zu verzerren.

      Wer nun einfach andere Lautsprecher nimmt, hat das Problem das die "Nachrüst"-Lautsprecher einen geringeren Wirkungsgrad haben.
      Das ganze wird zwar Klarer - aber auch leiser.

      Die Lösung ist also klar:
      Verstärker und Türen Dämmen.
      Mit dem Verstärker kann man die beiden Probleme "unzureichende Leistung" und "uneingeschränkter Frequenzbereich" i.d.R. lösen, da die meisten Verstärker über eingebaute Frequenzweichen verfügen.

      Wenn garkein Verstärker rein soll dann achtet auf möglichst hohen Wirkungsgrad und baut evtl ne kleine Passive Weiche (HP, 60HZ)

      Adaption eines Verstärkers an die originale HU
      Grade in Zeiten von vollintegrierten HUs stellt sich immer wieder die Frage: Wie kann ich meinen Verstärker an ein Radio anbinden, das nicht Cinchausgänge verfügt.
      Hierfür gibt es 3 Möglichkeiten, die sich in der Preisklasse und Klangqualität unterscheiden.

      1. High-Low-Adapter
      Preis: 8-200€
      Ausstattung: Einfache 2-Kanal Adapter mit Pegelregler (gain)
      Teurere mit mehr Kanälen, Remote-Generierung, Summensignalbildung usw
      Klanglich nichts "weltbewegendes" - sehr günstige Modelle können auch Störungen verursachen.

      2. Verstärker mit High-Level in
      Preis: je nach verstärker.
      Auch die Verstärker hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt wieder vermehrt auf Verstärker, die einen Hochlevel Eingang haben.
      Diese können STATT eines Lautsprecherpaares an das Radio angeschlossen werden.
      Klanglich eine gute Lösung, kann nur Probleme geben wenn das Radio von sich aus den Frequenzgang verzerrt (Mercedes Command).

      3. Prozessor
      Preis: ab 260€ bis xxxx€
      Prozessoren sind DIE Lösung für SQ-ler.
      Für die ersten Fahrzeuge gibts inzwischen schon Fahrzeugspezifische mit Kabelsatz usw.
      Sie bieten Equalizer, Laufzeitkorrektur, Frequenzweichen, Phasenregler, Summensignalbildung - alles was das Herz eines wahren Klangfuzzis höherschlagen lässt.
      Dafür kosten sie auch ihr Geld... Audison BitOne derzeit ab ca. 500€ zu haben. Der BitTen, der für eine 2-Wege Anlage vollkommen ausreichend ist sogar noch günstiger.
      Hört sich teuer an - aber wenn man bedenkt, das ein Radio das ähnliche Qualitäten hat ebenso teuer ist und die Originale HU behalten werden kann ist das denke ich gerechtfertigt.

      Zum Anschließen eines der genannten Komponenten ohne am Kabelbaum herumwerkeln zu müssen empfehle ich einen ISO-Stecker, diese gibts einzeln zu kaufen.

      Wenn eine Endstufe an das Serienfrontsystem angeschlossen werden soll gibts auch ISO-Buchsen, also das gegenstück zum Fahrzeugseitigen Stecker einzeln.

      So lassen sich solche "Anschlussprobleme" sauber und ohne Pfusch lösen.
      Wenn ein anderes Frontsystem eingebaut wird sollten schon neue Kabel gezogen werden, um die Frequenzweiche ordentlich einzubinden.
      WARNUNG: Beiträge dieses Benutzers können Spuren von Ironie, Sarkasmus, Uran, purer Boshaftigkeit, Fachwissen und Erdnüssen enthalten!

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    • Einstellen

      So nun ist alles eingebaut, die erste CD ist drin und es kann losgehen.
      Moment. irgendwie kommt nichts an oder es dröhnt und kling scheiße?
      Achja. Feintuning vergessen.
      Mist ^^

      Vorweg: Professionelle Systeme werden nicht nur eingestellt sondern eingemessen.
      Eine gewisse Grundeinstellung sollte aber vorher schon erfolgen.

      Eine kleine Begriffserklärung:
      Passive Anlagen: Im Carhifi kaum verwendung.
      Jede Trennung erfolgt über passive Elemente, d.h. über Spulen, Kondensatoren und Widerstände.
      Nachteil: Gigantischer Abstimmaufwand, Teure Bauteile
      Vorteil: (laut einigen) besserer Klang

      Teilaktive Anlagen: Die Trennung erfolgt teilweise über passive und teilweise über aktive Komponenten.
      z.b. die Trennung zwischen HT und TMT werden durch eine passive Weiche gelöst, die Trennung zwischen Subwoofer und TMT durch eine aktive Komponente (Endstufe, Prozessor, Radio)

      das "Standart" in den meisten Anlagen.
      Vorteil: übernahmefrequenz Regelbar, FS kann über 2 Kanäle angesteuert werden.
      Nachteil: meist feste Trennung zwischen HT/TMT

      Aktive Anlagen:Auch Vollaktiv genannt.
      Die Trennung erfolgt komplett über aktive Komponenten, in der Regel über ein Radio oder einen Prozessor.
      Vorteil: Maximale Einstellungsmöglichkeiten
      Nachteil: Je Lautsprecher 1 Kanal nötig, teures Radio oder Prozessor nötig.

      Ich beschreibe hier den Einstellvorgang bei einer Teilaktiven Anlage... dies ist das "einfachste" und das am häufigsten gebrauchte.

      Schritt 1: Einpegeln.
      Dreht Gain an den Endstufen ganz runter, das Radio auf 2/3 der Maximallautstärke.
      Nun erhöht Gain des Frontsystems bis das FS beginnt zu verzerren - ein Stück zurückdrehen und gut ists.
      Über diese Lautstärke solltet ihr im Betrieb nicht mehr gehen.

      Nun erhöht ihr Schrittweise das Gain des Subwooferkanals, bis der Pegel angenehm ist.

      Schritt 2: Trennfrequenz finden.
      Am einfachen ist dies mit Sinusstücken in meinen Augen.
      CD mit gewünschtem (in der Regel 80hz oder minimal tiefer unter 63hz geht man mit einfachen Komponenten eigentlich nie) Sinuston einlegen... am Subwoofer Lowpass anmachen und den Filter von oben nach unten verschieben, bis der ton etwas leiser wird.

      Dann am Frontsystem den HP aktivieren und den regler von unten nach oben drehen, bis der ton etwas leiser wird.

      Nun Probehören... der Bass sollte präsent aber nicht ortbar sein.
      Ist er Ortbar, trennfrequenz etwas runterdrehen.

      Schritt 3: Phasen


      Schall ist eine Welle - das ist denke ich jedem bekannt.
      Wellen haben unterschiedliche Phasen (z.b. Berg und Tal), diese Phasen können sich überlagern und entweder verstärken oder auslöschen.
      Dadurch jede Welle -abhängig von der Frequenz - unterschiedlich lang ist und wir unterschiedlich nah an den Lautsprechern sitzen kann es dort also zu Problemen kommen.
      Ihr könnt daher nach dem Einbau einmal versuchen was sich beim verdrehen der Phasen tut.
      Einfach die Hochtöner-Kabel vertauschen (also jeweils + und -), dadurch kann das ganze bedeutend besser klingen.
      Das gleiche auch mit dem Sub probieren und ggf mit einem einzelnem TMT.
      Immer probehören und schauen obs besser / schlechter wird.
      Ihr schadet dadurch dem Lautsprecher nicht, er spielt lediglich andersrum.
      Daher beim Einbau zu beginn auf richtige Polung achten.

      Schritt 4: Lautstärke L/R
      Legt eine CD mit einem Mono-Stück ein.
      Die Stimme wird nun links oder rechts vor euch liegen, irgendwo auf dem Armaturenbrett
      Schiebt die Stimme mit Balance so gut es geht in die Mitte.
      Fertig!

      Auf das Einstellen von EQ und LZK gehe ich hier gezielt nicht ein, das ist ohne Messequipment nur von geübten Hörern machbar...
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    • Störungssuche


      Jeder kennts - jeder hasst es.
      Störungen der frisch eingebauten Anlage.

      Störung:
      Klopfen / Klacken im Radiobetrieb, drehzahlabhängig
      Störquelle:
      Zündung.
      Lösung:
      Bei älteren Fahrzeugen mit rotierender Hochspannungsverteilung rührt dieses Störgeräusch meist vom Verteiler her.
      Abhilfe schafft hier eine Radioentstörung (Kappe, Seperat beim Händler erhältlich), die über den Verteiler kommt und mit Masse verbunden wird.

      Ist das Problem damit nicht behoben oder ein Fahrzeug mit Ruhender Hochspannungsverteilung / Einzelfunkenspulen kann dies auf einen Fehler in den Zündkabel /der Verbindung zur Kerze deuten.
      Spulen / Kabel nacheinander abziehen (bei ausgeschalteter Zündung!) und dann motor KURZ starten und hören ob das geräusch weg ist.

      Störung:
      Drehzahlabhängiges Pfeifen (ohne weitere Geräusche).
      Störquelle(n):
      Einstrahlung ins Cinchkabel
      unterschiedliche Massepotentiale

      Lösung:
      Cinchkabel von Stromkabeln getrennt halten (nicht parallel legen, kreuzungen sind ok)
      Cinchkabel von Steuergeräten und starken Verbrauchern (Kraftstoffpumpe) sowie Invertern (Neon-Röhren) fernhalten
      Sternförmiger Aufbau des Stromnetzes (EINEN Massepunkt für alle Verstärker und das Radio, Stromversorgung des Radios von den Endstufen hinten holen).
      Fremdmasse des Verstärkers (In Blech geschraubt?)
      defektes Cinchkabel

      Störung:
      Laufwerksgeräusche und Pfeifen
      Störquelle:
      Unterbrochene Cinchmasse (häufig bei Pioneer-Radios!)
      Lösung:
      Testweise die Gehäusemasse auf die Cinchmasse legen.
      Ist der Fehler weg? Dann ist entweder die Cinchmasse im Kabel oder im Radio unterbrochen.
      Bei Pioneer gibts dort ne Sicherung - diese muss ersetzt werden.
      Ab zum Service.
      Beim Anschluss des Radios ERST den Stromblock bzw. wenn der Iso-Block nicht verwendet wird die Masseverbindung verbinden, dann den Rest (Cinch etc).

      Störung:
      Verstärker setzen bei hoher Lautstärke aus (Protect, komplett aus)
      Störquelle:
      Stromversorgung
      Lösung:
      Sämtliche verschraubungen überprüfen
      Sicherung im Motorraum überbrücken (häufig bei AGU-Glassicherungen)
      Masseverbindung prüfen, von lack befreien (ggf zu dünnes Blech an Massepunkt?)

      Störung:
      Verstärker geht in Protect.
      Störquelle:
      Defekt des Verstärkers, falsche Eingangsimpedanz, Kurzschluss lautsprecherseitig
      Lösung:
      Lautsprecherausgänge abklemmen, Verstärker einschalten.
      Immernoch Protect?
      Spannung an den Eingängen messen. Über 12V?
      Verstärker defekt.
      Kein Protect mehr?
      Lautsprecherkabel auf Kurzschluss untersuchen, ggf andere Lautsprecher mit anderer Impedanz anschließen.

      Störung:
      Verstärker schaltet nicht ein
      Störquelle:
      Remote, Spannungsversorgung
      Lösung:
      Sicherung im Motorraum überprüfen
      Spannung am Verstärker messen (Soll = Batteriespannung [-0,2V])
      Remote-Leitung abschrauben, von Dauerplus auf Remote brücken (geht nicht an? => Verstärker defekt)
      Andernfalls Remote-Kontakt prüfen (Radio)

      Störung:
      Verstärker gibt keinen Ton von sich
      Störquelle:
      Leitungsunterbrechung, Verstärker defekt, Lautsprecher defekt
      Lösung:
      Cinchleitungen abziehen, MP3-Player mittels Klinke->Cinch adapter anschließen.
      Ok? => Leitungsunterbrechung Cinchkabel, ggf Cinchkabel beim Radio einstecken abgegangen

      n.Ok? => Lautsprecherkabel abziehen, filter an der Stufe abschalten, MP3 Player anschließen und 50hz Sinuston (im internet herunterzuladen) ausgeben.
      WECHSELspannung an den LS-Ausgängen messen.
      Keine Spannung? Verstärker defekt.
      Spannung vorhanden? => Leitungsunterbrechung Lautsprecherkabel oder Lautsprecher defekt.
      Messt den Widerstand des Lautsprechers, bei 4ohm-LS sollte dieser zwischen 3 und 5 ohm liegen, sonst ist der defekt.
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      Back in Black - Ibiza 6L FR
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    • Wow, danke für die sehr ausführliche Anleitung! Denke, da werden sich sehr viele dran halten können.

      Und nocheinmal vielen Dank für deine "Unterstützung" bei meinem Einbau :thumbup:

      Wir brauchen hier generell mal so nen [HOWTO]-Bereich, wo alle möglichen Anleitungen usw. gesammelt werden 8o
      2005-2008 Skoda Fabia 1.9 TDI - 101 PS
      2008-2013 Seat Ibiza Cupra TDI - 160 PS
      2013-jetzt VW Golf Edition 35 - 310 PS
    • Man kann sich nun an Wortdefinitionen aufhängen, da die Leute regelmäßig beide benutzen habe ich ebenfalls beide erwähnt.
      Dann sind die Leute weniger verwirrt wenn jemand von "Vollaktiv" spricht.
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      Back in Black - Ibiza 6L FR
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    • bei den Phasen solltest du noch hinzufügen, dass für die einfachen 180° Verdrehungen alle anderen LS-Paare abgeschaltet sein sollten, sonst fummelt man sich schnell Fehler rein. Also z.b. nur TMTs spielen lassen und von einem die Phase drehen.

      Außerdem sollte noch gesagt werden, dass die Phasen gehäuse- und weichenabhängig sind :)